Begeistert angefangen, frustriert aufgegeben. Das ist ein typischer Projektverlauf. Wie es auch anders gehen kann, erklärt Mario.
Titel: Projekte in Steuerkanzleien starten und erfolgreich abschließen
- Viele Projekte werden begonnen, aber selten abgeschlossen; häufige Ursache: fehlende Umsetzung trotz Coachings.
- Beispiel „Coaching-Rallye“: Wechsel von Coach A zu B zu C ohne nachhaltige Implementierung.
- Erfolgsprinzip: Klare, detaillierte Planung statt grober oder fehlender Planung.
- Aufgaben sofort: erledigen, delegieren oder terminieren und das Gegenüber über Antwortzeiten informieren.
- Ressourcen für Projekte verbindlich einplanen; ohne Ressourcen scheitern Vorhaben.
- Konkrete Nachbereitung von Kursen: Umsetzungsblocker definieren und konkrete Schritte festlegen.
- Beispiel Honorarmodell „Tür-und-Angel-Pauschale“:
- DATEV für Zeiterfassung einrichten.
- Mandantenvorlagen prüfen.
- Team informieren und abstimmen.
- Rollout-Timing festlegen.
- Strukturierte Schrittfolge („erstens, zweitens …“) reduziert kognitive Last und erhöht die Umsetzungswahrscheinlichkeit.
- Kontrolle fest einplanen: Zwei Monate nach Start prüfende Termine mit Mitarbeitenden (Stichproben an Mandaten).
- Bei Nicht-Umsetzung Hindernisse identifizieren und Gegenmaßnahmen ergreifen.
- Jährliche Re-Kontrolle zur Sicherung der Implementierung.
- Schlussfolgerung: Projekte gelingen mit detaillierter Planung, klarer Terminierung, Ressourcenbindung und wiederholter Kontrolle.
Arbeiten im Einklang mit dem eigenen Profil statt reiner Willenskraft
- Eigenes Naturell akzeptieren; Systeme bauen, die zu den eigenen Gewohnheiten passen.
- Beispiel Zeiterfassung: Outlook-Kalender als primäres Erfassungssystem nutzen; Mitarbeitende übertragen Zeiten nach Abstimmung in DATEV.
- Aufgaben, die man nicht gut kann (Kontrolle, Entscheidungen, Strukturierung), bewusst an andere delegieren; Ziel und Kontrollinstanz festlegen.
- Warnung vor „Energie“-basierten Projekten: Anfangsdrive hält 3–4 Wochen; fällt die Energie ab, stirbt das Projekt.
- Mitarbeitende erkennen Muster kurzlebiger Veränderungen; führt zu Zynismus und fehlender Nachhaltigkeit.
- Schlussfolgerung: Nachhaltigkeit entsteht durch passende Systeme und Delegation, nicht durch kurzfristige Motivation.
Überlastete Kontrollsysteme vermeiden
- Kritik an „byzantinischen“ (überladenen, unnötig komplexen) Kontrollsystemen.
- Ziel: einfache, handhabbare Strukturen statt Komplexität, die Konfusion erzeugt.
- Schlussfolgerung: Schlanke Kontrollen und klare Priorisierung sind wirksamer als komplexe Systeme.